Heuschnupfen und das `Kreuz`mit den Kreuzallergien

Jedes Frühjahr, wenn uns die ersten wärmeren Sonnenstrahlen nach einem langen, dunklen Winter nach draußen locken, beginnt für viele Allergiker die ZeitHeuschnupfen und Nahrungsmittel des größten Leidens. Die Heuschnupfenzeit.
 

Je nach dem, auf welche Pollen allergisch reagiert wird, kann sich dieser Zeitraum von Januar bis Oktober hinziehen. Die Symptome können Augenbrennen, Augenjucken, Fließschnupfen etc. sein, einhergehend mit einem allgemeinen "Schwächegefühl".
Um den so genannten "Etagenwechsel", d. h. das Auswachsen in ein Asthma bronchiale zu verhindern, ist neben der fachärztlichen Betreuung und Behandlung wichtig, die Allergene möglichst zu meiden. Doch gerade bei der Pollenallergie ist dies einfacher gesagt als getan. Trotzdem gibt es einige Verhaltensmaßregeln, die Ihnen helfen, die Pollenbelastung zu minimieren, um so Ihr Immunsystem zu stärken:
  • Ziehen Sie sich nicht im Schlafzimmer um oder aus. Wechseln Sie die Kleidung möglichst in einem anderen Zimmer, da Sie gerade nach einem Aufenthalt im Freien extrem pollenbelastet ist. Trocken Sie Ihre Wäsche nicht draußen.
  • Waschen Sie die Haare vor dem Schlafen gehen, denn auch hier haben sich tagsüber Pollen angesammelt.
  • Beachten Sie bei Spaziergängen oder auch beim Lüften der Räume die Pollenflugzeiten, die über den Tag hinweg unterschiedlich sind.
  • Auf dem Land fliegen die meisten Pollen am frühen Morgen (bis ca. 9:00 Uhr), in der Mittagszeit (ca. 12 - 16 Uhr) und in den Nachtstunden ab ca. 24 Uhr. Der Pollenflug in der Stadt ist am Vormittag stark, jedoch besonders auch abends (ca. 18 bis 24 Uhr) ausgeprägt.
  • Um die Pollenbelastung im Schlafzimmer gering zu halten, können Sie einen Luftreiniger mit Schwebstofffiltertechnik betreiben. Die hohen Abscheidegrade im Feinstaub- und Allergenbereich ermöglichen Ihnen eine wirksame Reduktion der Pollen. Alternativ können bei entsprechender Komforteinschränkung die Fensteröffnungen mit pollendichten Gittern verschlossen werden, die ein ausgiebiges Lüften zu jeder Tageszeit ermöglichen, ohne das Pollen in das Zimmer gelangen. (Der Einsatz von Fliegengittern verhindert nicht das Eindringen der Pollen, da die Maschen hierfür viel zu groß sind).
  • Rüsten Sie Ihr Auto mit einem Pollenfilter des Autoherstellers aus. Wenn dies nicht möglich ist, sollten Sie nur bei geschlossenen Fenstern und dem auf Umluftbetrieb eingestellten Gebläse fahren. Tragbare Luftfilter, die nach dem Ionisationsprinzip arbeiten und an einer Kette um den Hals getragen werden, haben sich ebenfalls als hilfreich im Auto oder auch am Arbeitsplatz erwiesen.
  • Bei beginnendem Regen sollten Sie die Fenster schließen, denn hier ist die Pollenkonzentration in der ersten halben Stunde besonders groß. Danach können Sie ausgiebig lüften oder auch spazieren gehen, denn es sind kaum noch Pollen in der Luft.
  • Beachten Sie bei Ihrer Urlaubsplanung den Pollenflug vor Ort oder wählen Sie einen Ort, der 2000 m oder höher liegt. Hier ist die Pollenbelastung verschwindend gering. Auch Küstengebiete oder Inseln, über die der Wind hauptsächlich vom Meer her weht, bieten sich als Urlaubsdomizil an.
  • Aufgrund von Pollenrückständen in Honig kann es nach dem Verzehr zu allergischen Reaktionen kommen. Honig ist dann ggfls. zu meiden.
  • Alkohol- und Nikotingenuss verstärken allergische Beschwerden und schwächen zusätzlich das Immunsystem.
  • Bei einem akuten Heuschnupfen, also während der Pollenflugzeit, können die Ihnen bekannten Beschwerden auch durch den Verzehr oder die Berührung bestimmter Nahrungsmittel verursacht werden. Juckreiz im Mund und Rachenraum bis hin zu Magen-Darm-Beschwerden oder Hautausschlag sind ebenfalls nicht selten. Diese sogenannte Kreuzreaktion - auch pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie genannt, ist oft nicht bekannt. Ihre Beachtung lindert die Beschwerden jedoch erheblich.
Pollenart häufigste Unverträglichkeit von z. B. seltene unverträglichkeit von z. B.
Birke, Erle, Hasel Haselnüsse, rohe Obstsorten (Äpfel, Birne, Pfirsich, Pflaume, Kirsche, Mandel) Kiwi, Litschi, Avocado
Beifuss Melone, Gurke, Gewürze (insbesondere grüner und schwarzer Pfeffer), Chrysanthemen, Löwenzahn, Kamille, Chili, Tomate, Paprika, Sellerie Estragon, Sonnenblumenkerne, Kiwi, Mango, Artischocke
Gräser, Getreide Tomate, Pfefferminze, Sojabohne, Erdnüsse Getreide
 
Kreuzallergien auf Nahrungsmittel können auftreten, müssen es aber nicht. Darum beobachten Sie sich sehr genau und hinterfragen Sie für sich, was Sie vor einer "Heuschnupfenattacke" gegessen oder berührt haben. Beispielsweise kann auch das Kartoffelschälen eine allergische Reaktion bei Pollenallergikern bewirken.
Andererseits werden getrocknete Kräuter in der Regel besser vertragen als frische. Äpfel weisen je nach Sorte unterschiedliche allergene Aktivitäten auf. Golden Delicius, Granny Smith, Jonagold und Braeburn sind problematischer als Boskop, Jamba oder Gloster. Achten Sie auch auf versteckte Allergieauslöser. Nüsse als hitzestabiles, hochpotentes Allergen können auch in Back- und Süßwaren, Schokolade oder Keksen vorhanden sein.
Auch kann der Verzehr von Histamin haltigen Lebensmitteln Ihre Beschwerden verstärken. So sollten Sie z. B. Weißwein statt Rotwein trinken, nur frischen Fisch verzehren und Hartkäse bzw. gereiften Käse meiden. Lang gelagerte oder gereifte Lebensmittel weisen einen hohen Histamingehalt auf, der insbesondere bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergikern zu pseudoallergischen Reaktionen führen kann.


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